Unter dem Fluss Teil 1: Blutmond

Unter dem Fluss Teil 1: Blutmond
Mittwoch | 30. September 2020 | 20:00 Uhr


Theaterstück mit Live-Musik nach dem gleichnamigen Roman von Willi Schmidt.

Angeregt durch die früheren „Wirtshaus an der Lahn“-Theaterstücke in der Waggonhalle ist ein Roman von Willi Schmidt entstanden, Titel: „Unter dem Fluss“, der mehrere Zeitreisen der Figuren aus dem „Wirtshaus“, Lupus und Marie, erzählt. Ausgehend von diesem Roman ist ein langfristig angelegtes Theaterprojekt geplant, welches aus mehreren Teilen besteht. Die Theaterstücke sind aber jeweils in sich abgeschlossen.
Inhalt

Seit Jahrhunderten steht die alte Eiche am Ufer der Lahn. In ihrem Schatten begeben sich der Therapeut Lupus und die Studentin Marie aus der Perspektive der Gegenwart auf eine Zeitreise. In verschiedenen Epochen werden sie in unterschiedlichen Konstellationen wiedergeboren, erleben Geschichten um die wesentlichen Dinge des Lebens, stets am gleichen Ort, an der Lahn, wo jahrhundertelang ein Wirtshaus mit Garten stand, sowie auf dem bäuerlich geprägten Land im Ebsdorfer Grund.
Das erste Theaterstück „Unter dem Fluss – Teil 1: Blutmond“, behandelt im ersten Teil die Zeit des 30jährigen Krieges und im zweiten Teil die Zeit um 1870.

Die erste Geschichte:
Die erste Reise führt sie in eine dunkle, kalte Zeit, die Zeit des 30-jährigen Kriegs, der sich allmählich dem Ende zuneigt und in der Region rund um Marburg Elend und Verwüstung zurücklässt. Ganze Dörfer sind ausgeplündert und verlassen, Menschenleben kaum noch etwas wert. Lupus ist erschöpft nach jahrelangem Soldatendasein und wieder in seine Heimat zurückgekehrt, die nicht mehr existiert. Er sehnt sich nach Ruhe und Tod, als er am Ufer des Flusses auf Marie trifft, die zum Opfer einfallender schwedischer Söldnertruppen geworden ist. Während der gemeinsamen Suche nach Frieden treffen sie in einem verlassenen Dorf im Ebsdorfer Grund auf einen religiös-fanatischen Pfarrer, der zur Bedrohung wird.

Die zweite Geschichte:
Auf der zweiten Reise steht das Wirtshaus im Mittelpunkt, welches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit den dazugehörigen Stallungen Fuhrleuten als Schenke dient, aber auch bei den Soldaten und Studenten der Stadt sehr beliebt ist. Lupus kommt als Fuhrmann regelmäßig in das Wirtshaus und wird dort in der Verbindung mit der verwitweten Wirtin schließlich sesshaft. Marie, die als Magd arbeitet verliebt sich in einen desertierten Soldaten und wird Teil der politischen Verwicklungen, in der Zeit von Industrialisierung. sozialer Bewegungen und deren Niederschlagung durch die Obrigkeit.

Eintritt:
VVK: 10 Euro (zzgl. Gebühren)
AK: 15 Euro

Ermäßigung für Schüler u. Studenten: 9 € (nur an der Abendkasse)
Gruppenkarte ab 5 Personen: 7 € (Reservierung der Gruppenkarten unter post@grundblick.de)